Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

Im Namen des Vorstandes darf ich euch herzlich zum letzten Heimspieltag der Saison 2017/18 begrüßen. Schön, dass ihr noch einmal den Weg ins Bergstadt-Gymnasium gefunden habt!

Vor den letzten Spielen geht es für unsere Herrenmannschaften um einen runden Abschluss. Zum einen um sich selbst für immer wieder gute Leistungen zu belohnen, zum anderen um Trainer Volker Schnippering und den verdienten Spielern Sebastian Bölling und Florian Füller einen würdigen Abschied zu bereiten.

Auch bei unseren Damen 1 werden heute einige Spielerinnen ihr letztes Match im HSG-Dress absolvieren. Allerdings unter ganz anderen Bedingungen: So geht es nach einer Spielzeit mit einem Trainerwechsel und vielen Rückschlägen doch noch um den Ligaverbleib, der nach einem Sieg am letzten Spieltag zumindest noch theoretisch möglich ist.

Eine Spielzeit als Warnschuss

Egal ob es 2018/19 in der Bezirksliga oder doch in der Landesliga weitergeht, es wird eine Saison des Umbruchs für unsere Damen. Zwar konnte mit Detlef Nebert ein würdiger Nachfolger für den wechselnden Interimstrainer Köster gefunden werden, allerdings verlassen auch einige Leistungsträgerinnen den Verein. Ob wir mit den verbleibenden Spielerinnen weiterhin mit zwei Mannschaften antreten können bleibt abzuwarten.

Zwei Faktoren können wohl als ausschlaggebend für den sportlichen Abwärtstrend angesehen werden: Zum einen ist der Damenbereich nach dem Abgang von Ralf Jurka immer noch führungslos. Themen wie der Trainerwechsel oder die mögliche Akquise von Spielerinnen wurden dadurch zu spät kommuniziert und angegangen. Zum anderen leidet der Damenbereich zurzeit, noch mehr als die Herrenabteilung, unter dem mangelnden Nachwuchs, da auch potentielle externe Neuzugänge rar gesät sind.

Ein Schicksal, dass wohl in absehbarer Zukunft auch die HSG-Herren einholen könnte. Besonders nachdem vor der laufenden Aufstiegsrunde die größten B-Jugend-Talente den Verein Richtung Hagen, Schalksmühle etc. verließen.

Der Trend geht zum Großverein – Mehr Engagement gefragt

Vereine wie die SGSH oder Eintracht Hagen sind top organisiert, finanziell professionell aufgestellt und können den Jugendlichen so Trainingsarbeit, Ausstattung und Strukturen bieten, von denen wir nur träumen können. Ein Vergleich verbietet sich, aber es muss auch nicht unser Anspruch sein, mit Genannten mithalten zu können.

Vielmehr muss es der Anspruch sein aus den gemachten Fehlern zu lernen und wieder ein Vereinsumfeld zu schaffen, bei dem unsere Kinder und Jugendlichen sich bewusst für die HSG entscheiden.

Nun könnte man viele erforderliche Faktoren nennen. Heruntergebrochen werden kann aber alles auf den wichtigsten Punkt: Wir brauchen mehr ehrenamtliches Engagement im Verein!

Egal ob Vorstandsmitglied, Trainer(in), Mannschafts-Manager(in), Schiedsrichter(in), Zeitnehmer(in), Fotograf(in), Social-Media- / Homepage-Verantwortliche(r) oder Hilfe im Cateringbereich.

Wir brauchen euch!

Nur so können wir unseren Verein stärken und weiterentwickeln.

Ein Dankeschön an die „Vorbilder“, Sponsoren und Gönner

Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass wir ein Verein ohne helfende Hände wären – nein, das sind wir nicht. Es gibt sie bereits, diese Vorbilder im Ehrenamt.

Aus diesem Grund möchten wir allen danken, die sich auch dieses Jahr wieder die Hände für den Verein schmutzig gemacht und mit angepackt habe. An alle Trainer, Zeitnehmer, Hallensprecher, Hilfen bei Verkauf / an der Kasse, allen Wischern und sonstigen Engagierten:

DANKE!

Danke auch an alle kleinen und großen Geldgeber die unsere Jugendspielfelder gefüllt haben, die Trikots unserer Jugendmannschaften finanzierten oder in anderer Form die Vereinsarbeit unterstützten.

Erst durch Sie ist der Spielbetrieb überhaupt möglich – Danke!

In diesem Sinne hoffen wir auf die Treue unserer Helfer und Helferinnen und auf einige neue Hände, die Lust haben ab der kommenden Saison mit anzugreifen.

Im Namen des Vorstandes,

HSG Olé!

Niclas Beckmann